Lage & Klima Die
USA überspannen den gesamten nordamerikanischen Kontinent vom Atlantik
bis zum Pazifik. Im Nordwesten bildet der Bundesstaat Alaska den Vorposten
an der Beringstraße, und im Südwesten die Hawaii-Inseln weit
draußen im Pazifik. Insgesamt macht dies sechs Zeitzonen, der Zeitunterschied
zu Mitteleuropa beträgt von 5 Stunden an der Ostküste bis zu
10 Stunden auf Hawaii. Im Norden grenzt Kanada an, im Südwesten Mexiko.
Im Südosten haben einige Staaten Strände am Golf von Mexiko.
In dem riesigen Land gibt es ganz unterschiedliche Klimazonen:
In der Golf-Region herrschen heiße Sommer und milde Winter vor,
an der nördlicheren Ostküste warme Sommer und kalte Winter.
Fast die gesamte Pazifikküste erfreut sich einem geringen Temperaturgefälle,
sieht man einmal vom eisigen Alaska ab. Hawaii bietet subtropisches Klima
für den Traumurlaub unter Palmen. Und wie es schon im Lied heißt:
Es regnet nie in Südkalifornien. Die Prärien des Mittelwestens
zeigen kontinentales Klima mit starken Temperaturgegensätzen.
Vor allem im Spätsommer und Herbst können die
gefürchteten Hurrikane, Tornados und Blizzards verheerende Wirkung
entfachen.
Aktuelle Wetterdaten
Einreisebestimmungen Für Touristen und Geschäftsleute, die nicht
länger als 90 Tage in den USA bleiben, ist kein Visum erforderlich.
Der Reisepass muss mindestens für die Dauer des Aufenthalts gültig
sein. Im Flugzeug müssen Einreise- und Zollfragebögen beantwortet
werden. Bei Ankunft fragt ein Flughafenbeamter noch einmal nach dem Grund
der Reise, dem Ziel und der Dauer des Aufenthaltes. Beim Verdacht auf
illegale Einwanderung werden Reisende wieder zurück geschickt. Für
Kinder bis zu 18 Jahren genügt der Kinderausweis.
Zahlungsmittel Landeswährung ist der US-Dollar. Für einen
Euro gibt es rund 1,30 Dollar. Die gängigen Kreditkarten (Mastercard,
Visa, American Express) werden in Hotels, Restaurants und den meisten
Geschäften akzeptiert. Auch Reiseschecks in US-Dollar werden genommen,
vor allem von American Express. Kreditkarten sind notwendig, um ein Fahrzeug
zu mieten.
Reisen im Land Mit Flugzeug, Bahn oder Bus ist praktisch jeder Ort
im Land erreichbar. Individueller geht es mit dem Mietwagen. Zum
Mieten eines Fahrzeugs genügt der EU-Führerschein Bei Anmietung
vor Ort ist auf eine ausreichende Haftpflicht- und Kaskoversicherung im
Vertrag zu achten. Auch sollten sämtliche Mitreisende als Fahrer
im Vertrag stehen und in den Versicherungsschutz einbezogen sein. Bei
Unfällen sofort die Polizei holen.
Innerhalb geschlossener Ortschaften sind 25 bis 30 Meilen
pro Stunde (mph) erlaubt, in der Nähe von Schulen 15 mph. Auf Landstraßen
bis zu 55 mph, auf Autobahnen und Bundesstraßen 65 mph. In den meisten
Bundesstaaten sind bis zu einem Promille Alkohol im Blut erlaubt. An haltenden
Schulbussen darf nicht vorbeigefahren werden, auch nicht in Gegenrichtung.
Alkohol darf nur im Kofferraum transportiert werden.
Achtung: Wer als Autofahrer von der Polizei angehalten wird,
sollte unbedingt im Wagen sitzen bleiben und die Hände sichtbar am
Steuer lassen! Das Aussteigen bewerten die Cops als möglichen Angriff,
sie ziehen dann sofort die Waffe.
Diplomatische Vertretung Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika
Neustädtische Kirchstraße 4-5
10117 Berlin
Telefon: 030-2385174
Fax: 030-2386290
http://www.usembassy.de/
Essen & Trinken Am Frühstückstisch hat man die Wahl zwischen
den Varianten "Continental" und "American". Ersteres
entspricht dem gewohnten mitteleuropäischen Frühstück.
Das American Breakfast ähnelt eher dem deftigen englischen Frühstück,
mit Würstchen, Eierspeisen und Pfannkuchen. Der Lunch, das Mittagessen,
wird eher als Pflichtmahlzeit in der Mittagspause abgehandelt. Ohne großen
Aufwand holt man sich etwas vom Hot-Dog-Stand oder nutzt ein "All-you-can-eat"-Angebot
einer Fast-Food-Kette.
Entspannung
tritt erst beim Abendessen ein. Eine typische Landesküche gibt es
nicht, dazu sind sowohl die Regionen als auch die Bevölkerungsanteile
zu unterschiedlich. Jeder Einwanderer hat die Rezepte seinen Heimatlandes
mitgebracht. Insbesondere in den Städten stehen Restaurants für
jeden Geschmack bereit, ob Sushi- oder Taco-Bar, Schnitzel- oder Pizza-Hütte.
Das sagenumwobene Texas-Steak ist vielleicht das einzige Gericht aus dem
Lande selbst, denn auch die mittlerweile weit verbreitete Cajun-Küche
aus Louisiana ist französischen Ursprungs.
Das bekannteste Erfrischungsgetränk des Landes enthielt
ursprünglich einen Anteil Kokain und verdankt diesem Umstand auch
seinen Namen Coca Cola. Ein Bundesstaat hingegen steht für die Qualität
eines härteren Stoffes: Der Kentucky-Bourbon ist ein Exportschlager.
Auch die Weine können sich sehen lassen: Die Rebensäfte Kaliforniens
gehören noch nicht zu den Grand Crus der Welt, erzielen aber regelmäßig
Achtungserfolge.
Gesundheit &
Impfungen Für die Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben.
Da aber medizinische Behandlungen nur gegen Vorkasse erfolgen und recht
teuer sind, sollten übliche Impfungen wie etwa Tetanus und Diphterie
aufgefrischt werden. Die meisten deutschen Krankenkassen zahlen keine
Behandlungskosten in den USA. Deshalb unbedingt eine Auslandskrankenversicherung
abschließen.
Eine neue Erscheinung seit 1999 ist das West-Nil-Virus in
einem Streifen von Florida über Pennsylvania und New York bis New
Hampshire. Die eigentlichen Wirte sind Vögel, doch Mücken können
das Virus auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Kleinkinder
sowie ältere und abwehrgeschwächte Personen. Nach wenigen Tagen
kann eine fieberhafte Erkrankung auftreten, die in seltenen Fällen
zu einer Hirnhautentzündung führt. Infektionsgefahr vor allem
im Spätsommer/Herbst durch Culexmücken. Gefährdete sollten
sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen treffen.
In den USA sind wesentlich mehr Medikamente ohne Rezept
erhältlich als in Deutschland. Für Alltagsbeschwerden wie Kopf-
oder Magenschmerzen reicht das Angebot völlig aus, so lange keine
Gegenanzeigen oder Allergien gegen bestimmte Wirkstoffe bestehen. Falls
eigene Medikamente aus Deutschland mitgebracht werden, sind diese bei
der Einreiseanzugeben. Eventuell wird eine englische Bescheinigung über
deren Notwendigkeit verlangt. Der Hausarzt kann sie ausstellen.
Land & Leute Die USA sehen sich als Vorreiter der westlichen Welt
- und zeigen deren unbegrenzte Möglichkeiten:
Wolkenkratzer und Armen-Ghettos, High-Tech-Moderne und Amish-Mittelalter,
Forschergeist und Rückständigkeit, Freiheitsdrang und Bigotterie,
Naturschauspiel und Umweltverschmutzung. Urlauber kommen jedoch selten
mit den Widersprüchen eines Landes in Berührung, deshalb können
sie sich die Rosinen herauspicken: Pulsierende Städte wie New York,
Las Vegas und Los Angeles, musikalische Hochburgen wie New Orleans, Nashville
und Seattle. Sonnenanbeter suchen die Strände von Florida, Kalifornien
oder Hawaii. Unbegrenzte Weiten bietet der Mittelwesten, grandiose Naturparks
die Rocky Mountains. Solch überwältigende Ansichten wie die
Eiswüsten Alaskas, der Grand Canyon oder die Niagara-Fälle sind
in Europa kaum zu haben. Dafür erinnert der leuchtende Spätsommer-Laubwald
in den Neuengland-Staaten um so mehr an die Alte Welt.
Die Landessprache ist Englisch. US-Amerikaner sind immer
wieder beeindruckt, wenn jemand eine Fremdsprache beherrscht. Englisch-Kenntnisse
sind unbedingte Voraussetzung für eine USA-Reise. Spanisch kann in
Florida und anderen südlichen Regionen weiterhelfen, da dort der
Anteil der lateinamerikanischen Bevölkerung relativ hoch ist. Alkoholgenuss
in der Öffentlichkeit ist verboten. Auch das Rauchen unterliegt immer
stärkeren Einschränkungen, nicht nur in Gebäuden, sondern
auch im Freien. Im Zweifelsfall nachfragen. Das Baden "oben ohne"
oder gar nackt ist strikt untersagt und kann sogar in der Gefängnis-Zelle
enden. Nur in Florida, Kalifornien und Hawaii gibt es einige FKK-Strände.
In den meisten Restaurants wird der Gast zum Tisch geführt.
Service-Personal bekommt kein nennenswertes Gehalt und lebt vom Trinkgeld.
Im Restaurant sind 15 Prozent oder mehr angebracht, falls das Trinkgeld
nicht in der Rechnung enthalten ist. Häufig wird nicht am Tisch bezahlt,
sondern am Tresen. Das Trinkgeld wir aber auf dem Tisch liegen gelassen.
Ausflüge Bevor
es zu spät ist: Die Sumpfgebiete Floridas, die Everglades, trocknen
langsam aber sicher aus. Die einzigartige Flora und Fauna dieses Gebietes
wird bald verloren sein. Schon jetzt verirren sich die Alligatoren auf
der Suche nach Wassertümpeln in die Swimmingpools der Villenviertel.
Eine kleine Bahn fährt größere Gruppen zu den besten Plätzen,
mit dem Propeller-Boot geht es mitten durch den Sumpf. Danach lockt eine
Bootstour bei den Florida Keys zum Schnorcheln zwischen Korallen und farbenprächtigen
Fischen.
In New Orleans ist der Jazz zu Hause. Auf der Esplanade
Avenue am Rande des French Quarters hat das Louisiana State Museum im
"Old US Mint" eine Jazz-Ausstellung untergebracht. Sie beinhaltet
die weltweit größte Sammlung von persönlichen Instrumenten,
auf denen Jazz-Legenden wie Louis Armstrong und Sidney Bechet spielten.
Eine Foto-Galerie zeigt neben den unvergessenen Meistern des Genres auch
die neue Generation der Musiker. Noch heute beherbergt New Orleans eine
blühende Jazz-Szene. Die musikalischen Treffpunkte von heute decken
ein weites Spektrum ab: Es reicht von traditionellem Stil, den man in
Clubs wie der Preservation Hall findet, bis hin zu New Funk, eine Jazz-Richtung,
die von jüngeren Musikern gespielt wird.
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