| Dominikanische
Republik
Lage & Klima
Die
Großen Antillen liegen nördlich von Südamerika und umfassen
Kuba, Jamaika, Puerto Rico und die Halbinsel Hispaniola. Diese Insel teilen
sich Haiti im Westen und die Dominikanische Republik im Osten. Kaum größer
als Niedersachsen, erstreckt sich die Dom Rep über mehrere Gebirgszüge.
Höchste Erhebung des Landes ist der Pico Duarte in der Cordillera
Central mit 3.175 Metern. Hauptstadt ist Santo Domingo mit rund 2,5 Millionen
Einwohnern.
Unter dem Einfluss des Passats wird das tropische Klima
von winterlicher Trockenzeit und sommerlicher Regenzeit bestimmt. Beste
Reisezeit: November bis April mit durchschnittlichen Temperaturen von
30 Grad.
Aktuelle Wetterdaten
Einreisebestimmungen
Für Einreise und Aufenthalt bis zu 90 Tagen ist
kein Visum nötig. Einreisen kann man mit gültigem Reisepass,
nicht aber mit dem Personalausweis. Bei der Einreise muss eine Touristenkarte
für 10 Dollar gekauft werden, bei der Ausreise sind 10 Dollar Flughafensteuer
zu bezahlen. Bei manchen Fluggesellschaften ist diese Steuer bereits im
Flugpreis enthalten.
Gesundheit &
Impfungen
Für die Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben.
Auf einige Hygienemaßnahmen sollte trotzdem geachtet werden. Keine
Probleme gibt es, wenn Obst, Gemüse und Fleisch frisch gekocht oder
frisch geschält gegessen wird.
Von April bis September sollte man außerhalb der internationalen
Hotels auf Fisch verzichten. Denn es besteht Gefahr, dass die äußerlich
gesund wirkenden Tiere giftige Algen verspeist haben, die auch bei Menschen
zu schweren Vergiftungen führen können. Die Reiseapotheke sollte
die gängigen Medikamente beinhalten - etwa Mittel gegen Kopfschmerz
und Durchfall sowie Mücken- und Sonnenschutz.
Zahlungsmittel
Landeswährung ist der dominikanische Peso. Für
einen Euro gibt es rund 40 Peso. Die gängigen Kreditkarten (Mastercard,
Visa, American Express) werden in Hotels, Restaurants und den meisten
Geschäften akzeptiert.
Reisen im Land
Verkehrsregeln existieren, werden von den Einheimischen
aber nicht allzu ernst genommen. Vorsicht auch wegen des Zustands vieler
Straßen. Bodenwellen sind häufig erst spät sichtbar und
erfordern manche Vollbremsung. Zum Mieten von Autos und Motorrädern
ist ein internationaler Führerschein nötig.
Wer nicht selbst fahren will, kann auf Busse und Flugzeuge
umsteigen. Mit den Kleinbussen (Guaguas) ist man abenteuerlicher unterwegs,
gediegenes Reisen mit Air Condition und Steward gestatten die Metro-Busse.
Fast jede Stadt besitzt einen Flughafen, auf dem die Maschinen der Inlandflüge
starten und landen. Per Flugtaxi geht es zudem auf die Nachbarinseln Samaná,
Barahona und Punta Cana.
Diplomatische Vertretung
Botschaft der Dominikanischen Republik
Burgstraße 87
53177 Bonn-Bad Godesberg
Tel. 0228-364956
Fax 0228-352576
Essen & Trinken
Hier ist die kreolische Küche Zuhause: Würzig,
scharf und enorm vielseitig. Sie vereint afrikanische, spanische und karibische
Einflüsse. Ein Klassiker: "Sancocho de tres carnes", der
legendäre Eintopf des Landes mit Huhn, Rind und Schwein, gewürzt
mit Bitterorangensaft, Thymian, Oregano und Kokosmilch. Ganz ohne Fleisch
kommt das eigentliche Nationalgericht "Arroz con habichuelas"
aus, ein Eintopf aus Reis und schwarzen Bohnen. Delikat: "Lechon
asado", das über Holzkohle langsam gegrillte Spanferkel. "Chicharron"
heißt die Schwarte, die es als köstlicher Snack an Straßenständen
gibt. Dazu fangfrisch aus dem Meer Red Snapper, Seebarsch, Tintenfisch
und Hummer. Landesspezialität sind die "Ostiones" genannten
kleinen Austern, die an den Wurzeln der Mangrovenbäume wachsen.
Erste Adresse für kreolische Spezialitäten: Das
Mesón D'Bari in der Altstadt von Santo Domingo, Calle Hostos, Tel.
(001)-809-6874091.
Das Nationalgetränk: Rum. Den dunkelbraunen und
bis zu 15 Jahren im Eichenfass gelagerten Tropfen trinkt man pur, den
weißen "Ron blanco" zumeist als Basis von Cocktails wie
Cuba Libre, Daiquiri und Pina Colada. Weniger prozenthaltig: Das hiesige
Bier, dunkel und hell.
Land & Leute
"Nie sah ich Schöneres", soll Christoph
Kolumbus gesagt haben, als er 1492 Fuß auf die Insel setzte. Kristallklares
Wasser, endlose Strände, so weit das Auge reicht. Ein Paradies ist
die Dominikanische Republik auch heute noch - wenngleich es an manchen
Stränden ganz unparadiesisch mit lauter guter Laune zugeht. Aber
auch wer Ruhe finden will, wird hier fündig. Viel Platz und manche
einsame Stelle gibt es beispielsweise im Norden am Bahia de Rincón.
Herz der Insel ist die Hauptstadt Santo Domingo mit der
zum 500-jährigen Jubiläum der Entdeckung neurenovierten Altstadt.
Puppenhäuser und kleine Paläste, romantische Lokale und fröhliche
Bars wechseln sich hier ab, bieten für jeden Geschmack etwas. Liebespaare
beispielsweise treffen sich abends am Fort San Felipe an der Uferstraße.
Wer Trubel sucht, findet ihn bei gut gelaunter Merengue-Musik nicht nur
in Santo Domingo, sondern etwa auch in der Sandbucht von Sosúa
mit seinen unzähligen Clubs und Kneipen. Amtssprache ist Spanisch.
Trotz karibischer Lässigkeit ist jenseits der Hotelanlagen
Strandkleidung nicht angebracht. Wer noch weniger trägt macht sich
sogar strafbar. FKK ist überall untersagt, "oben ohne"
zumindest an Hotelpool und -strand gestattet. Das Trinkgeld sollte in
der Regel 10 Prozent der Rechnungssumme betragen. Bei gutem Service darf
es gern auch etwas mehr sein. Eine kleine Aufmerksamkeit sollte es auch
für den Zimmerservice oder Kofferträger geben.
Ausflüge
Die
Altstadt von Santo Domingo bietet nicht nur Entertainment, sondern auch
reichlich Historie. Unbedingt besuchen: Die Plaza de la Hispanidad. Hier
finden sich unter anderem die Residenz der Familie Kolumbus und das Museo
de las Casas Reales, im 16. Jahrhunderts Verwaltungssitz der spanischen
Gouverneure.
Zum Nationalpark Los Haitises geht es ab Santa Bárbara
de Samaná per organisiertem Bootsausflug. Unweit des Strandes beherbergen
Grotten Zeugnisse vergangener Inselkulturen. Durch wilde Flora führt
der Pfad anschließend bergaufwärts - mit atemberaubenden Panoramablicken
über die Halbinsel. |