| Bulgarien
Die Zeiten klebrig-süßer Traubensäfte sind
mittlerweile Geschichte, heut zu Tage produzieren bulgarische Winzer ausgezeichnete
Weine. Im Norden des Landes werden vorwiegend Weiße gekeltert, im
Süden dominiert der Rote. Das staatliche Weingut Ewksinograd am Schwarzen
Meer ist nicht nur für herausragende Weine, sondern auch für
seinen Brandy und Cognac bekannt.
Gesundheit & Impfungen
Impfungen sind keine vorgeschrieben, Hepatitis A-Schutz
ist aber ratsam. Leitungswasser ist im allgemeinen gechlort und relativ
sauber. Dennoch kann der Genuss zu Magenverstimmungen führen. Milch
und Milchprodukte sind prinzipiell ebenso unbedenklich wie einheimisches
Fleisch, Geflügel, Meeresfrüchte, Obst und Gemüse.
In den Sommermonaten sind in einigen Waldgebieten Zecken
auf dem Sprung. Den generellen Anforderungen genügt die kleine Reiseapotheke.
Die medizinische Versorgung entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Das Auswärtige Amt rät deshalb zum Auslands-Krankenversicherungsschutz
mit Rückholversicherung.
Land & Leute
Populärste
Region ist die Schwarzmeerküste. Hier gibt es mediterrane Urlaubsatmosphäre
an einem der saubersten Gewässer der Welt. Feinsandige Strände
fallen flach ins Wasser ab, selbst mehr als 100 Meter vom Ufer entfernt
kann man noch bequem stehen. Zudem gibt es keine Gezeiten. Kurzum: Ideale
Bedingungen für Familienferien. Amtssprache ist Bulgarisch. In den
Touristenzentren wird aber auch Deutsch gesprochen.
Fettnäpfchen kann man umgehen, wenn Einheimische nicht
ungefragt fotografiert werden. Verboten ist das Knipsen von militärischen
Anlagen und Flughäfen. Auch an der Grenze sollte der Fotoapparat
nicht gezückt werden, ebenso wenig in Kirchen, Moscheen und Museen.
Beim Trinkgeld dürfen es je nach Qualität des Service fünf
bis zehn Prozent des Rechnungsbetrags sein.
Ausflüge
Schwarzes Meer: Auf den Terrassen heller Kalksteinfelsen
liegt Baltschik, die "weiße Stadt", eines der malerischsten
Seebäder Bulgariens. Durch romantische Gassen führt der Weg
hinunter zum kleinen Stadthafen. Unbedingt besuchen: Den ehemaligen Sommersitz
von Maria, Königin von Rumänien, im heutigen Botanischen Garten.
Sehenswert: Das Sommertheater und die Kirche Sweti Nikolaj, in der regelmäßig
bemerkenswerte Kunstausstellungen stattfinden.
Sofia: Die bulgarische Hauptstadt blickt auf eine mehr als
3.000-jährige Geschichte zurück. Neben vielen historischen Zeugnissen
bietet die Metropole bemerkenswerte Architektur aus der Blütezeit
des Landes in den ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts. Schon in der Antike
war Sofia bekannt für seine Mineralwasserquellen. Öffentliche
sprudelt das gesunde Nass im Zentrum und in den Stadtvierteln Gorna Bania,
Bankia, Ovcha, Kniazevo und Ivaniane. |